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Traum erfüllt

Deutsche Meisterschaften in Maintal am 29.06.2019
Eingestellt am 30.06.2019
(Sebastian Zwetzschke) Das Ju-Jutsu-Team Apelern war auch dieses Jahr erfolgreich bei den deutschen Einzelmeisterschaften (DEM) vertreten. In der Gewichtsklasse bis 69 Kg konnte sich Patrik Haas endlich, nach fast zwei Jahrzehnten im Ju-Jutsu Sport, den Traum einer Medaille bei den DEM erfüllen. Dabei sah die Auslosung zunächst nicht gut aus für den Apelerner, denn gleich zu Beginn ging es gegen den späteren deutschen Meister. Im Auftaktkampf noch ohne Chance, hielt Patrik die vorgegebene taktische Linie durch und trotzte dabei der unverschämten Hitze in der Halle. In der Trostrunde erzielte er zunächst zwei vorzeitige Siege, bevor er im kleinen Finale knapp, aber verdient, nach Punkten gewann und sich die Bronze-Medaille sicherte. Sichern konnte er sich dabei auch das Ticket zu den German Open (GO) im Herbst, da er mit Coach Sebastian Zwetzschke eine Wette einging. Zwetzschke dazu: „Patrik war sich unter der Woche nicht sicher ob er sich der internationalen Konkurrenz bei den den GO stellen will, daher haben wir gewettet, dass er im Falle des Medaillengewinns bei den GO automatisch von mir angemeldet wird. Ich bin sehr stolz auf ihn, er hat in den vergangenen Wochen stark trainiert und zusätzliche Einheiten fürs Werfen absolviert - hat sich gelohnt.“
Auch am Start war Marcel Madretzki in der Gewichtsklasse bis 77 Kg. Marcels Ziel war – wohl in seinem letzten Jahr im Leistungssport –, noch einmal oben anzugreifen. Nachdem er im Auftaktkampf noch knapp unterlag, kämpfte er sich Stück für Stück durch die Trostrunde und stand dann wie Teamkamerad Patrik im kleinen Finale. Hier holte ihn sein Verletzungspech wieder ein. Nach einem unkontrollierten Wurfeingang seines Gegners verletzte sich Marcel schwer am Fuß. Ein Schockmoment für alle Beteiligten, Coach, Teammitglieder und Familie. Wir wünschen auf diesem Wege gute Besserung sowie eine schnelle Genesung und gratulieren zu einem trotzdem guten fünften Platz.
Für den Bezirk Hannover trat noch Rudolph Schophaus von Judo-Team Hannover an. In der Vorrunde erwischte er eine harte Gruppe mit einem Kollegen aus dem Bundeskader, dem späteren Finalisten aus Bayern sowie einem weiteren Gegner aus Baden-Württemberg. Zunächst setzte sich Rudi eindrucksvoll gegen den Bundeskaderathleten und den Kämpfer aus Baden-Württemberg durch. Im letzten Vorrundenkampf musste er sich jedoch geschlagen geben und kam als Zweitplatzierter der Vorrunde ins Halbfinale und traf hier gegen den Sieger der zweiten Gruppe. Dieser Kämpfer ist, wie Rudi, ebenfalls im Bundeskader, dementsprechend war dies eine harte Nuss. Diese wurde jedoch geknackt und sicherte ihm das Finale. Hier ging es wieder gegen den Kontrahenten aus der Vorrunde, gegen den er dort noch verlor. Die knapp zweistündige Pause wurde von Coach Sebastian Zwetzschke genutzt, seinen Schützling noch einmal neu zu instruieren. Genau diese Veränderungen im Vergleich zum ersten Kampf machten am Ende auch den Unterschied. Mit dem denkbar knappsten Abstand von einem Punkt rettete sich Rudi über die Zeit und erkämpfte sich die Goldmedaille.
Auch für seinen Coach war dies ein besonderer Moment: „Das ist schon besonders, wenn dein Kämpfer aufgerufen wird zum Finale, ihr dann gemeinsam an allen vorbei zur Matte geht und dann als Einheit auf und neben der Matte 100% gebt. Wenn es dann am Ende sogar zum Sieg reicht – unbeschreiblich.“

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